Ist Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung auch plötzlich teurer geworden?

Kurz vorm Jahreswechsel haben viele Kunden der WWK Lebensversicherung eine unerfreuliche Nachricht zur Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten:

Überschusssenkung

Wie der letzte Satz verrät, handelt es sich hierbei NICHT um die übliche dynamische Erhöhung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung von Leistung und Beitrag. Der Beitrag ist deswegen teurer geworden, weil die WWK die Überschussbeteiligung der Kunden reduzierte. Bei dem betroffenen Kunden sah der Vorher-Nachher-Vergleich so aus:

Beitragserhöhung

Möchten Sie mehr darüber erfahren? Dann lesen Sie einfach weiter oder schauen Sie sich das dazugehörige Video an:

Ein guter Rat vorweg: wir raten dringend davon ab, Ihren WWK-Vertrag sofort zu kündigen. Der Versicherungsschutz der BU ist existenziell wichtig. Diesen leichtsinnig aufzugeben ist keine Option.

Kontaktieren Sie uns, wir prüfen fair und transparent Ihre individuelle Situation. In vielen Fällen wird das Beibehalten des bestehenden Vertrags die einzige vernünftige Möglichkeit sein. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es aber auch sein, dass es für Sie eine bessere Lösung gibt. Sprechen Sie uns einfach an.

Möchten Sie nun den Hintergrund dieser Erhöhung erfahren und verstehen? Dann lesen Sie einfach weiter.

 

Was sind Überschüsse und welche Rolle spielen sie bei der BU-Versicherung?

Jeder BU-Versicherer berechnet den „Preis“ seines Produktes, also den Beitrag, anhand von vielen Merkmalen, z.B. wie alt der Kunde beim Vertragsabschluss ist, welchen Beruf er ausübt, für welchen Zeitraum er den Versicherungsschutz benötigt usw. Aus dieser Kalkulation ergibt sich der Brutto– oder Tarifbeitrag.

Je nachdem, wie vorsichtig der Versicherer kalkuliert, können

  • Risikogewinne (weniger Menschen werden berufsunfähig als ursprünglich kalkuliert),
  • Kostengewinne (es fallen geringere Kosten an als ursprünglich kalkuliert), oder auch
  • Kapitalanlagegewinne (es gibt mehr Zinsen als ursprünglich kalkuliert)

in unterschiedlicher Höhe entstehen.

Wenn die Überschussbeteiligung nicht „durch ausdrückliche Vereinbarung ausgeschlossen“ ist, hat der Kunde Anspruch darauf, an den entstandenen Gewinnen beteiligt zu werden. Die meisten Anbieter beteiligen ihre BU-Kunden an den Überschüssen.

Der Kunde entscheidet zu Vertragsbeginn, wie die Überschüsse seiner BU-Versicherung verwenden werden sollen. Die Mehrheit der Kunden wählt die Verwendungsart „Beitragsverrechnung“:  die erwarteten Gewinne werden mit dem laufenden Beitrag verrechnet. Diesen reduzierten Betrag nennt man dann Zahl- oder Nettobeitrag.

Wichtig: die Höhe der Überschüsse ist NICHT garantiert. Und wie die Praxis zeigt, können die Überschüsse jederzeit reduziert oder gar komplett gestrichen werden.

Richtig vergleichen, auf den „Spread“ achten

Ein Tipp für diejenigen, die ohne professionelle Unterstützung BU-Angebote vergleichen möchten: neben den vertraglichen Bestimmungen vergleichen Sie auch den „Spread“, also das Verhältnis zwischen dem Brutto- und dem Nettobeitrag. Hier ein Screenshot aus einer aktuellen BU-Beratung:

Berechnungsbeispiel 1

Während die Zahlbeiträge ähnlich sind, gehen die Bruttobeiträge weit auseinander. Das kann sich später rächen.

Und der letzte Tipp für heute:  diese Hinweise gelten auch bei der Risikolebensversicherung (RLV). Auch dort gab es in der Vergangenheit heftige Anpassungen des Zahlbeitrags, nicht zuletzt im Jahr 2016 (damals traf es auch WWK-Kunden).

Unser Kunde entschied sich gestern für den Anbieter A. Das war eine kluge Entscheidung!

Berechnungsbeispiel 2

Sind Sie auch von dieser Erhöhung betroffen?

Erstmal Ruhe bewahren. Es gibt einen guten Grund, wieso Sie sich damals Ihr Einkommen absichern wollten. Es geht um Ihre Existenz.

Bevor Sie eine Entscheidung treffen, fragen Sie den Versicherungsmakler Ihres Vertrauens um Rat. Wollen Sie vielleicht eine zweite Meinung dazu? Kontaktieren Sie uns, wir prüfen fair und transparent Ihre individuelle Situation.

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